07.09.2010 - (10098) Wolfgang Sieg erhält Kulturpreis 2010 der Stadt Elmshorn
 
              PLATTNET-Nachrichten - 07.09.2010 

 

  

               

 

Wolfgang Sieg erhält den Kulturpreis 2010 der Stadt Elmshorn

 

Der diesjährige Kulturpreis der Stadt Elmshorn wird Wolfgang Sieg verliehen, der als Autor satirischer und humoristischer Kurzgeschichten bekannt geworden ist, die er auf Hochdeutsch, Plattdeutsch und Missingsch schreibt und liest. Seit Mitte der 60er Jahre hat er zahlreiche Hörspiele auf Plattdeutsch und mehrere Romane auf Hochdeutsch verfasst. Bekanntheit erlangte er auch als Kolumnist der Satirezeitschrift „Pardon“, als Autor von Geschichtensammlungen und als Mitarbeiter der Sendereihe „Hör mal’n beten to“ im Radioprogramm des Norddeutschen Rundfunks. Darüber hinaus arbeitete er als Co-Autor an dem Kinofilm „Karniggels“ mit.

Der Kulturpreisträger Wolfgang Sieg, geboren am 22. Oktober 1936 in Hamburg, wuchs in Groß Rönnau und Quickborn auf. Er studierte in Hamburg und Kiel Theologie, Philosophie, Germanistik und Geschichtswissenschaft. 1961 trat er als Realschullehrer in Elmshorn seinen Schuldienst an und lebt heute als Oberstudienrat i. R. mit seiner Ehefrau in Elmshorn.

Auf folgende Veröffentlichungen des Kulturpreisträgers 2010 kann zurückgeblickt werden:

–  Der Mann in der Anschlagsäule, Roman, 1967

–  Säurekopf, Roman, 1968

–  Die Geheimorganisation, Kinder-Roman, 1974

–  Siegfrieds Tarnkappe, Kinder-Roman, 1975

–  Wahnungen, nd. Kurzgeschichten, 1974

–  Blutfleck auffe Häkeldecke, Kurzgeschichten, 1977

–  Schön leise sein bein Hilfeschrein, Kurzgeschichten, 1978

–  Der wahnsinnige Rhabarber, Kurzgeschichten, 1980

–  Davy oder da kommst du ganz groß raus, Bühnenstück, 1984

–  Siggi Sünnschien sein Stories, nd. Kurzgeschichten, 1985

–  Struwwelpeters Haarausfall, Grotesken, Alpträume …, 1986

–  Dr. Eternus – eine Schulsatire, Roman, 1987

–  Ohlsdorf lebt, Kurzgeschichten, 1989

–  Engel inne U-Bahn, Kurzgeschichten, 1992

–  Överall Böckelbüttel, nd. Kurzgeschichten, 1995

–  Schräge Vögel, Kurzgeschichten (Satiren), 1996

–  Wahnsinnige Geschichten (Best of W.S.), 1999

–  Luter lütte Katastrofen, nd. Kurzgeschichten, 2003

–  Luter lütte Sünnstahln, nd. Kurzgeschichten, 2004

–  Dat kannst ruhig luut seggen, nd. Kurzgeschichten, 2006

–  De deit di nix – de will bloots speln, nd. Kurzgeschichten, 2006

–  1972 bis 1982: regelmäßige Kolumnen für die satirische Zeitschrift Pardon

–  seit 1983: NDR-Rundfunk-Kolumne „Hör mal’n beten to“

–  „Karniggels“, Film-Drehbuch als Co-Autor von Detlev Buck, 1999

–  1997 bis 1999: TAZ-Kolumne „Kiosk-Kalle“

–  seit 1985: regelmäßige Beiträge für den „Brückenschlag“, ZS f. Sozialpsychiatrie

Für sein Wirken wurde Wolfgang Sieg bereits mehrfach ausgezeichnet:

1974:    Hans-Böttcher-Preis der Stiftung FVS für die Hörspielarbeit

1994:    Hans-Henning-Holm-Preis für die Hörspielarbeit

1999:    Hans-Henning-Holm-Preis für die Hörspielarbeit

2007:    Niederdeutscher Literaturpreis der Stadt Kappeln

Sein Schaffen geht weit über die Stadtgrenzen Elmshorns hinaus, so dass nach Auffassung der Jury Wolfgang Sieg ein würdiger Träger des Kulturpreises 2010 der Stadt Elmshorn ist.

Die Stadt Elmshorn vergibt in diesem Jahr bereits zum fünften Mal den städtischen Kulturpreis. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung wird alle 2 Jahre für besondere Leistungen auf geisteswissenschaftlichem, künstlerischem Gebiet oder im Bereich der Heimat- und Denkmalpflege vergeben.

Die Verleihung des Kulturpreises wird voraussichtlich im Januar 2011 stattfinden. Termin und Rahmen der Veranstaltung werden zeitnah bekanntgegeben.

(Stadt Elmshorn - www.stadt-elmshorn.de)  

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